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48 Prozent der Schweizer nutzen bereits KI für ihre Gesundheit. Die Frage ist also nicht mehr, ob die Zukunft digital sein wird – sie ist es bereits. KI ist stets nur einen Klick entfernt, und etablierte Versorgungswege verändern sich. Doch in diesem Wandel senden die Schweizer ein bemerkenswert eindeutiges Signal: Technologie ist willkommen, solange eine vertrauenswürdige Person mit am Tisch sitzt. Was sich abzeichnet, ist keine Übergabe vom Menschen an die Maschine, sondern eine neue Arbeitsteilung zwischen beiden. Wer soll dich auf deinem Gesundheitsweg begleiten? Wo soll deine Versorgung stattfinden? Und was erwartest du von dem System, das gerade um dich herum Gestalt annimmt?

Wenn du eine Frage zu deiner Gesundheit hast, wessen Meinung ist dir am wichtigsten? Wessen Antwort beruhigt dich am ehesten?

Für die meisten Schweizer ist die Antwort klar: 76 Prozent sagen, dass Hausärzte sowie andere medizinische Fachkräfte ihre gesundheitsbezogenen Entscheidungen prägen. Apotheker sind die zweitwichtigste Einflussgruppe in der Schweiz (58 Prozent) – das macht Apotheken zu einem der wichtigsten realen Gesundheits-Touchpoints. Auch Lebenspartner (58 Prozent) sowie Familienmitglieder (53 Prozent) spielen eine bedeutende Rolle bei Gesundheitsentscheidungen.

Passend zu dieser Vorliebe für Expertenmeinungen zeigen Schweizer eine klare Präferenz für von Menschen angebotene Gesundheitsleistungen gegenüber Online-Alternativen.

Die Apotheke der Zukunft: zugänglicher und mit mehr Befugnissen

Welche Rolle spielen Apotheken in deiner Vision einer zukünftigen Gesundheitsversorgung? Apotheken bleiben eine wichtige Anlaufstelle, doch neue digitale Gesundheits-Touchpoints gewinnen an Bedeutung. Die Verbindung beider Welten wird über die Zukunft der Gesundheit entscheiden. Und Schweizer haben konkrete Anforderungen an Apotheken, damit sie in der sich wandelnden Gesundheitslandschaft relevant bleiben: Bei den meisten geht es darum, die Rolle von Apothekenteams zu erweitern, nicht sie zu ersetzen. Wirf einen Blick auf die Priorisierung – die meistgewünschten Innovationen erweitern den Zugang zu Gesundheitsleistungen und sind komfortabler. Und doch bleibt der Apotheker fast immer im Spiel:

Was erwarten wir wirklich von KI im Gesundheitswesen?

Hast du dir, abgesehen vom gelegentlichen Symptom-Check, schon einmal überlegt, wie KI deine Gesundheit künftig unterstützen wird? Schon die Erwartungen an die Apotheke der Zukunft deuten an, welche Rolle Schweizer der KI in ihrer Versorgung zuweisen: Sie soll systemische Probleme lösen, nicht zwischenmenschliche. Nur 9 Prozent der Schweizer finden, dass ihr Gesundheitssystem digitale Tools aktuell gut unterstützt, das Verlangen nach KI-getriebenen Verbesserungen ist also real. Kurz gesagt: Schweizer wollen, dass KI das richtet, was das System nicht hinbekommt – Tempo, Zugang, Kosten –, aber über vertrauenswürdige menschliche Kanäle und nicht als deren Ersatz.

Ärzte verschwinden nicht – ihre Rolle wandelt sich

Wenn KI mehr von der Systemlast übernimmt, was passiert dann mit den Ärzten? Wie im Fall der Apotheker glauben die meisten Schweizer, dass KI mit mehr Effizienz ihre Fähigkeiten beflügelt, statt ihren Platz einzunehmen. Indem Routineaufgaben abgegeben werden, können sich Ärzte besser auf ihre Patienten konzentrieren und werden zu deren Begleitern in einem zunehmend digitalen System. Nur 15 Prozent erwarten, dass medizinische Fachkräfte durch KI an Bedeutung verlieren.

Stattdessen zeichnen sich drei neue Rollen ab:

Die zukünftige Rolle medizinischer Fachkräfte
42 % erwarten, dass medizinische Fachkräfte mehr digitale und ortsunabhängige Beratungen anbieten.
40 % erwarten, dass sie als vertrauenswürdige menschliche Ansprechpartner noch wichtiger werden.

Die Aussicht aufs Älterwerden prägt die Entscheidungen von heute

Wie denkst du übers Älterwerden? Wenn KI für Effizienz, schnellere Diagnosen und intelligentere Prävention sorgt, sind diese Erfolge kein Selbstzweck, sondern Mittel zu einem höheren Ziel: mehr gesunde Lebensjahre. Wie blicken Schweizer also aufs Altern, und wie weit würden sie gehen, um auf dem Weg dorthin gesund zu bleiben? Wenn du im Hinblick aufs Altern gemischte Gefühle hast, bist du damit nicht allein: 42 Prozent der Schweizer sagen, dass sie sich Sorgen darüber machen.

Negative Assoziationen mit dem Alter sind ungleich verteilt. Am deutlichsten ist die Trennlinie bei der mentalen Gesundheit: 75 Prozent der Schweizer, die ihre mentale Gesundheit als schlecht einschätzen, machen sich Sorgen wegen des Älterwerdens – gegenüber nur 34 Prozent derjenigen mit guter mentaler Gesundheit. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es einen deutlichen Unterschied: Während 38 Prozent der Männer dem Alter mit Sorge entgegenblicken, gilt das für 46 Prozent der Frauen. Potenzielle Krankheit (58 Prozent) und körperlicher Verfall (64 Prozent) stehen ganz oben, gefolgt von der Möglichkeit, von anderen versorgt werden zu müssen (57 Prozent) und an mentaler Kapazität einzubüßen, etwa durch Demenz oder Alzheimer (53 Prozent). Mit Schmerzen leben zu müssen (42 Prozent), finanzielle Probleme (53 Prozent) und Angehörigen zur Last zu fallen (34 Prozent) treibt viele um. Einsamkeit (39 Prozent) und möglicherweise in eine Pflegeeinrichtung zu müssen (39 Prozent) runden den Sorgenkatalog ab.

Trotzdem werden auch die Vorteile des Älterwerdens gesehen, insbesondere mit Blick auf Zeit und Freiheiten: 55 Prozent freuen sich auf mehr Freizeit, 52 Prozent auf mehr Zeit für sich, ihre Hobbys und Familien, jeweils 45 Prozent auf weniger Stress und auf die Pensionierung. Und auch weniger offensichtliche Vorteile werden genannt: Anerkennung dessen, worauf es im Leben wirklich ankommt (35 Prozent), Altersweisheit (32 Prozent), finanzielle Sicherheit (27 Prozent) und mehr Selbstbewusstsein (21 Prozent) werden als positiv bewertet. Für viele ist Altern nicht nur etwas zum Fürchten, sondern etwas, in das man hineinwachsen muss. 

Würdest du Gewohnheiten gegen Lebensjahre tauschen?

Ist es dir wichtig, möglichst lange zu leben? Zwei von drei Schweizern (67 Prozent) sagen, dass es ihnen persönlich wichtig ist, möglichst alt zu werden. Aber was sind die Menschen bereit, dazu beizutragen?

Dafür würden sogar 71 Prozent der Schweizer einem Gentest zustimmen, wenn ihr Arzt ihn empfiehlt, um künftige Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und auszuschließen. Auch im Alltag sind sie theoretisch bereit, sich einzuschränken, um später mit einem längeren Leben beglückt zu werden.

Die hybride Zukunft ist hier

Die Zukunft der Gesundheit ist keine Entscheidung zwischen digital und menschlich. Sie ist die bewusste Verbindung beider Welten: persönlich, wenn es am wichtigsten ist, online für den leichteren Alltagszugang, ergänzt durch KI für Tempo und Skalierbarkeit – mit vertrauenswürdigen medizinischen Fachkräften, die Schweizern helfen, nicht nur länger, sondern auch besser zu leben. Die Menschen in der Schweiz sind sich einig, wer am Steuer sitzen sollte, und sie ziehen klare Grenzen dabei, wie ihre Versorgung gestaltet sein soll. Gleichzeitig lautet ihre Botschaft nicht „Nein zu Innovation“, sondern „Ja, aber mit Sinn und Verstand“. Die Schweiz hat ihre Wahl getroffen.

Die eigentliche Frage ist: Werden Systeme, politische Entscheidungsträger und Innovatoren rechtzeitig nachziehen und ein Modell gestalten, das nicht nur digitaler ist, sondern auch menschlicher dort, wo es zählt?

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